Unfallratgeber – Wie sie sich nach einem Verkehrsunfall Verhalten sollten

Der Verband für bürgernahe Verkehrspolitik e.V. hat auf seinem Ratgeberportal verkehrsunfall.org ein kostenloses E-Book zum Thema „ Unfallratgeber: Für den Ernstfall vorbereitet“ veröffentlicht und klärt darin über das richtige Verhalten nach einem Unfall auf.

Jeden Tag verunglücken Menschen bei einem Verkehrsunfall. Die meisten Unfälle enden mit einem Blechschaden, dennoch werden bei fast jeden sechsten Verkehrsunfall Personen verletzt. Diese sind dann auf die Hilfe und die schnelle Reaktion ihrer Mitmenschen angewiesen. Doch nicht nur der Verletzte sondern auch der Ersthelfer befindet sich in einer Unfallsituation im Schock und weiß nicht, was zu tun ist. Der Verband für bürgernahe Verkehrspolitik möchte potentielle Ersthelfer über das richtige Verhalten nach einem Unfall aufklären und hat deshalb ein kostenloses E-Book zum Thema veröffentlicht.

Als Ersthelfer ist es wichtig Ruhe zu bewahren, um am Unfallort strukturiert agieren zu können. Oft haben Ersthelfer Hemmungen und Angst, den Betroffenen noch stärker zu verletzten. Der größte Fehler bei der Ersten Hilfe liegt allerdings in der Untätigkeit. Oftmals reicht es schon aus, die betroffenen Personen zu beruhigen. Es ist unbedingt notwendig den Notruf zu alarmieren. Die Leitstelle informiert dann automatisch den Rettungsdienst und die Polizei. Bis zum Eintreffen der Rettungskräfte sollte aber dennoch eine bestmögliche Erstversorgung gewährleistet werden. Das bedeutet, dass Ersthelfer Situationsgerecht handeln müssen. Zunächst ist die Unfallstelle abzusichern, indem eine Warnweste angelegt, die Warnblinkanlage angestellt und ein Warndreieck aufgestellt wird. Dadurch wird die Sichtbarkeit der Unfallstelle gewährleistet und weitere Auffahrunfälle vermieden. Erst nachdem der Unfallort abgesichert ist, kann mit der Erstversorgung begonnen werden. Zunächst sollte überprüft werden, ob der Verletzte bei Bewusstsein ist. Ist dies der Fall, sollten Sie Situationsgerecht und je nach Verletzung handeln. Zu den gängigen Erste-Hilfe-Maßnahmen zählen dabei das Herstellen der Schocklage, das Warmhalten und das Stoppen von Blutungen. Ist der Verletzte nicht bei Bewusstsein, eine Atmung jedoch vorhanden, sollte der Betroffene in die stabile Seitenlage gebracht werden. Ist keine Atmung zu erkennen, muss eine Herz-Druck-Massage und eine Beatmung durchgeführt werden.

Ist die Erstversorgung der Verletzten abgeschlossen, sollten Sie die Unfallschäden dokumentieren. Dabei kann es hilfreich sein, Fotos von den Betroffenen Fahrzeugen aber auch von der Umgebung und eventuellen Bremsspuren zu erstellen. Dies kann der Polizei später dabei helfen, den Unfallhergang zu analysieren und die Schuldfrage zu klären. Zudem können Fotos bei einer Schadensmeldung bei der Versicherung hilfreich sein. Außerdem sollten alle Kontaktdaten von eventuellen Zeugen aufgenommen werden.

Das E-Book beinhaltet ein vorgefertigtes Unfallprotokoll, eine Checklist, eine Anleitung zur Herstellung der stabilen Seitenlage und der Herz-Druck-Massage sowie viele weitere Informationen zum Thema. Das kostenlose E-Book finden Sie hier. Zudem bietet das Ratgeberportal www.verkehrsunfall.org Wissenswertes zu Themen, wie LKW-Unfall, Wildunfall und Fahrradunfall.

 Über den Verband für bürgernahe Verkehrspolitik e.V.

Der VFBV. e. V.  wurde im März 2014 vom Anwalt Mathias Voigt gegründet und hat es sich zur Aufgabe gemacht Fragen und Unklarheiten aus dem Verkehrsrecht zu beantworten und zu beseitigen. Hierfür veröffentlicht der VBFV e. V. Rechtsbeiträge zum Verkehrsrecht auf den Portalen bussgeldkatalog.org, bussgeldrechner.org und bussgeld-info.de.

Übergeordnetes Ziel ist es, umfassende Informationsportale zu schaffen, auf denen sich interessierte Bürgerinnen und Bürger über sämtliche Aspekte des Verkehrsrechts in Deutschland informieren können.